Spurensuche in Jerusalem

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In den ersten Apriltagen besuchte das Team des bayerischen Synagogen-Gedenkbands gemeinsam mit den Kollegen des Saarbrücker Schwesterprojekts für die ehemaligen deutschen Ostgebiete Jerusalem. Dort befinden sich wichtige Quellen für die Geschichte der ehemaligen unterfränkischen jüdischen Kultusgemeinden. In Jerusalem lebt auch Mitherausgeber Meir Schwarz vom Synagogue Memorial. Bei Deutschland-Besuchen in den frühen 1980er Jahren war der gebürtige Nürnberger auf Unkenntnis über die jüdische Geschichte und die Vergangenheit der örtlichen Synagogen gestoßen. So begann er vor mehr als 25 Jahren, Material zur Erforschung der Geschichte der ehemaligen Synagogen im damaligen Deutschen Reich zu sammeln, die jüdische Gemeinden bis zu ihrer Zerstörung oder Schändung beim Novemberpogrom 1938 nutzten.

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Beraten und eingeführt von ihren israelischen Kolleginnen und Kollegen sondierten die Forscherinnen und Forscher in den Beständen verschiedener Institutionen. Zeitzeugenberichte, Unterlagen ehemaliger jüdischer Kultusgemeinden, Bauakten, Fotos und Beschreibungen von Synagogen, jüdischen Schulen, Friedhöfen und anderen Institutionen ruhen in Jerusalemer Archiven, teilweise in großem Umfang. In der zentralen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ist vor allem Material zur Epoche des Nationalsozialismus versammelt. Einen breiteren Zeitraum decken die Bestände der Central Archives for the History of the Jewish People auf dem Campus der Hebräischen Universität in Givat Ram ab. Sie bieten wertvolles Material aus den ehemaligen jüdischen Gemeinden, das von der Jahrhunderte alten deutsch-jüdischen Geschichte zeugt.